GLES-Design

GLES-Design

Das Ziel der German Longitudinal Election Study (GLES) ist die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Daten für die Analyse von Bundestagswahlen in Deutschland. Die GLES-Umfragen ermöglichen die Untersuchung von Einstellungen, Meinungen und politischem Verhalten der Wählerinnen und Wähler sowie der Kandidatinnen und Kandidaten. Darüber hinaus hat die GLES für die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 Daten zur Medienberichterstattung gesammelt.

Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen GLES-Studien: Eine Besonderheit der GLES-Studien ist es, dass ihre Daten miteinander verknüpft werden können. Alle GLES-Umfragestudien beruhen zudem auf einem gemeinsamen Fragenkern, welcher durch studienspezifische Fragen komplettiert wird, um den unterschiedlichen Analysezielen der Studienteile zu entsprechen.

Internationale Studien: Einige Umfragestudien der GLES sind in internationale Umfrageprogramme eingebettet. Die Nachwahl-Befragung des GLES-Querschnitts beinhaltet die deutsche Erhebung der Comparative Study of Electoral Systems (CSES) und die GLES-Kandidatenstudie findet Eingang in den Comparative Candidates Survey (CCS).

Übersicht GLES-Studien: Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die einzelnen Studien der GLES ab 2018. Es wird jeweils aufgezeigt, für welche Analysezwecke sie sich besonders eignen und wie diese mit anderen GLES-Studien verbunden sind. Eine detaillierte Beschreibung der Einzelerhebungen sowie Informationen zum Datenzugang finden Sie auf der Datenseite der GLES.

Mit der Institutionalisierung der GLES bei GESIS werden seit 2018 der GLES-Querschnitt, die GLES-Rolling-Cross-Section, das GLES-Panel, die GLES-Kandidatenstudie und das GLES-Langfrist-Online-Tracking als deutsche Wahlstudie fortgeführt. Während der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zwischen 2009 und 2019 wurden noch weitere Wählerumfragen sowie Medieninhaltsanalysen durchgeführt.

GLES-Design 2009-2017
Zur Geschichte der GLES

Umfragen der Wählerinnen und Wähler

Die Erklärung der politischen Einstellungen, Präferenzen und Verhaltensweisen deutscher Wählerinnen und Wähler ist eines der Hauptziele der GLES. Aus diesem Grund führt die GLES vor und nach Bundestagswahlen regelmäßig unterschiedliche Umfragen durch. Somit können verschiedene Fragen der Wahlforschung in quer- und längsschnittlicher Perspektive untersucht werden. Mit den GLES-Daten ist sowohl die Analyse von kurzfristigen Dynamiken im Verlauf der Bundestagswahlkämpfe als auch von langfristigen sozialen Wandlungsprozessen zwischen einzelnen Wahlen möglich.

Was wird erhoben? Querschnittsumfragen sind weltweit ein wesentlicher Bestandteil von Wahlstudien. Zu jeder Bundestagswahl erhebt die GLES eine Querschnittsumfrage vor und nach der Wahl mit jeweils rund 2.100 Interviews. Diese Umfragen basieren auf einer mehrstufigen, geschichteten Zufallsstichprobe. Die Interviews dauern etwa eine Stunde und werden als „Computer Assisted Personal Interview“ (CAPI) durchgeführt.

Was kann analysiert werden? Mit den Querschnittsumfragen der GLES lassen sich klassische Fragen der Wahl- und Wählerforschung analysieren. Neben dem Bemühen um eine zeit- und international vergleichenden Perspektive nimmt die GLES auch innovative und aktuelle Perspektiven der internationalen Wahl- und Einstellungsforschung durch den Einschluss neuer Frageinstrumente – so z.B. zu Koalitionspräferenzen, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmalen – auf.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Der Nachwahl-Fragebogen umfasst das jeweils aktuelle Fragen-Modul der Comparative Study of Electoral Systems und ermöglicht somit die Analyse von international vergleichenden Fragestellungen der Wahlforschung. Zudem können die deutschen CSES-Studien von 1998 (ZA3073), 2002 (ZA4216) und 2005 (ZA4559) herangezogen werden, um vergleichende Analysen des Wahlverhaltens über die Zeit durchzuführen. Einige Fragen werden sowohl im GLES-Querschnitt als auch in der GLES-Kandidatenstudie gestellt. Dies ermöglicht den Vergleich der Einstellungen und Verhaltensweisen von Wahlberechtigten und Kandidatinnen und Kandidaten sowie eine Untersuchung der Bedeutung lokaler Kampagnen für das Wahlverhalten.

Für welche Bundestagswahlen ist diese Studie verfügbar? GLES-Querschnitte liegen für die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 vor. Im Datenbestandskatalog von GESIS ist zudem zu jeder Bundestagswahl seit 1949 mindestens eine Wahlstudie archiviert. Zum FDZ Wahlen

Sind weitere Erhebungen geplant? Im Falle einer vorgezogenen Wahl (vor 2021) ist ein Querschnitt (nur Nachwahl) geplant; im Falle einer regulären Bundestagswahl 2021 ist die Erhebung eines regulären GLES-Querschnitts mit Vor- und Nachwahlbefragung vorgesehen. Seit 2018 werden die wiederbefragungsbereiten Teilnehmer aus dem GLES-Querschnitt zudem im Rahmen des GLES-Panels befragt.

Zu den Daten
Was wird erhoben? Rollierende Querschnittsstudien bilden ein Standardinstrument zur Erfassung von kurzfristigen Veränderungen in der Wählerschaft. In der GLES werden RCS-Studien ungefähr 60 Tage vor der Wahl mit einer Stichprobe von insgesamt ungefähr 7.000 Befragten durchgeführt, wovon täglich ca.100-120 Personen befragt werden. Die Interviews werden als „Computer Assisted Telephone Interview“ (CATI) durchgeführt und dauern ca. 30 Minuten.

Die GLES verknüpft die Vorwahl-RCS-Studien darüber hinaus mit einer Nachwahl-Panel-Befragung, die ungefähr 20 Minuten in Anspruch nimmt und ca. 4.000 wiederbefragungsbereite Personen umfasst.

Was kann analysiert werden? Rolling-Cross-Section-Studien erlauben es, Veränderungen im Aggregat auf einer täglichen Basis zu untersuchen. Damit können kampagneninduzierte Veränderungen der öffentlichen Meinung gut erfasst werden. Wählerreaktionen auf Ereignisse während des Wahlkampfes können direkt registriert und das Abklingen oder die Stabilität dieser Effekte aufgedeckt werden. Da die RCS-Studien mit einer Nachwahl-Panel-Befragung kombiniert werden, können darüber hinaus auch intraindividuelle Veränderungen zwischen den Befragungszeitpunkten untersucht werden.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Die RCS-Studien der GLES können mit der Wahlkampf-Medieninhaltsanalyse (erhoben bis einschließlich 2017) auf Tagesebene direkt verknüpft werden.

Für welche Bundestagswahlen ist diese Studie verfügbar? RCS-Studien der GLES liegen für die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 vor. Über den Datenbestandskatalog von GESIS ist auch die Vorgängerstudie aus dem Jahr 2005 (ZA4991) zugänglich.

Sind weitere Erhebungen geplant? Die GLES plant eine RCS-Studie sowohl im Falle von vorgezogenen Wahlen (vor 2021) als auch im Falle einer regulären Wahl 2021.

Zu den Daten
Was wird erhoben? Für die Bundestagswahl 2009 und 2013 wurde eine gleichbleibende Auswahl von Wahlberechtigten sechs Mal im Verlauf des Wahlkampfs sowie einmal nach der Wahl interviewt. Im Jahr 2009 wurden in der ersten Welle 3.771 und im Jahr 2013 5.256 Mitglieder aus einem Online-Access-Panel (Respondi) rekrutiert. Die erste Welle des Wahlkampf-Panels 2017 startete bereits ein Jahr vor der Bundestagswahl 2017 mit einer deutlich größeren Stichprobe von rund 18.000 Personen. Die Interviews des Wahlkampf-Panels wurden online durchgeführt (CAWI).

Ein Teil der Befragten des Wahlkampf-Panels 2013 und 2017 setzt sich aus wiederbefragungsbereiten Teilnehmern aus den jeweiligen vorangegangen Panels zusammen. Zudem wurden die Panelisten seit der Bundestagswahl 2013 zu jährlichen Zwischenbefragungen eingeladen.

Was kann analysiert werden? Mit dem Wahlkampf-Panel können intraindividuelle Veränderungen von politischen Einstellungen und Verhaltensweisen im Verlauf des Wahlkampfs und zwischen Wahlen untersucht werden.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Die im Wahlkampf durchgeführten Wellen des Panels können tageweise mit der Wahlkampf-Medieninhaltsanalyse (bis 2017) verknüpft werden.

Für welchen Zeitraum ist diese Studie verfügbar? Befragungen im Rahmen des Wahlkampf-Panels wurden für die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 durchgeführt. Seit 2014 werden Teilnehmer des Panels zu jährlichen Zwischenerhebungen eingeladen.

Sind weitere Erhebungen geplant? Das Wahlkampf-Panel ist 2018 im GLES-Panel aufgegangen. Es werden regelmäßige Erhebungen durchgeführt.

Zu den Daten
Was wird erhoben? Für das Langfrist-Panel wird ein rollierendes dreiwelliges Panel-Design angewendet. Alle Befragten der GLES-Querschnitte, die sich grundsätzlich bereit erklären, auch an zukünftigen Umfragen teilzunehmen, bilden die Grundgesamtheit eines Panel. Jedes Panel umfasst insgesamt drei Bundestagswahlen. Zur Panelpflege wurden ab 2009 zudem jährlich kurze Befragungen (telefonisch, schriftlich und ab 2014 auch online) durchgeführt.

Was kann analysiert werden? Mit Hilfe des Langfrist-Panels ist es möglich, intraindividuelle Veränderungen von Einstellungen und des politischen Verhaltens zwischen aufeinanderfolgenden Wahlen zu analysieren. Sowohl die Zeitspanne der einzelnen Panels von zwei vollen Legislaturperioden als auch die Kontinuität des seit 1994 (ZA4301) fortgeführten rollierenden Drei-Wellen-Designs stellen auch im internationalen Vergleich eine Besonderheit dar.

Für welche Bundestagswahlen ist diese Studie verfügbar? Im Rahmen der GLES wurde das Langfrist-Panel für die Bundestagswahlen 2002-2005-2009, 2005-2009-2013, 2009-2013 und 2013-2017 veröffentlicht.

Sind weitere Erhebungen geplant? Seit 2018 werden die wiederbefragungsbereiten Teilnehmer aus dem GLES-Querschnitt im Rahmen des GLES-Panels befragt. Während die Stichprobe aus dem Wahlkampf-Panel 2017 online (CAWI) interviewt wird, werden die wiederbefragungsbereiten Teilnehmer der Vor- und Nachwahlstichprobe in einem Mixed-Mode-Design online (CAWI) und schriftlich (PAPI) befragt.

Zu den Daten
Was wird erhoben? Die verbliebenen Teilnehmer aus der Stichprobe des Wahlkampf-Panels 2017 sowie die wiederbefragungsbereiten Teilnehmer des Vor- und Nachwahlquerschnitts 2017 werden außerhalb des Bundestagswahlkampfs bis zu zwei Mal jährlich mit einem weitgehend identischen Fragebogen interviewt. Während die Stichprobe aus dem Wahlkampf-Panel weiterhin online (CAWI) befragt wird, werden die Teilnehmer der Vor- und Nachwahlstichprobe in einem Mixed-Mode-Design online (CAWI) und schriftlich (PAPI) interviewt.

Was kann analysiert werden? Mit dem GLES-Panel können intraindividuelle Veränderungen von politischen Einstellungen und Verhaltensweisen im Verlauf des Wahlkampfs und zwischen Wahlen untersucht werden.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Die im Wahlkampf durchgeführten Wellen des GLES-Panels können tageweise mit der Wahlkampf-Medieninhaltsanalyse (bis 2017) verknüpft werden.

Für welchen Zeitraum ist diese Studie verfügbar? Das GLES-Panel wurde bisher für die Jahre 2016 bis 2018 veröffentlicht.

Sind weitere Erhebungen geplant? Außerhalb des Bundestagswahlkampfs werden bis zu zwei Erhebungen jährlich durchgeführt. Vor Beginn und während des Bundestagswahlkampfs ist eine höhere Anzahl von Erhebungen mit einer kürzeren Taktung zumindest für online erreichbare Teilstichproben aus dem GLES-Panel angedacht.

Zu den Daten
Was wird erhoben? Beginnend mit der Bundestagswahl 2009 wurden viermal jährlich kurze Querschnittsbefragungen online (CAWI) durchgeführt. Jeder Querschnitt besteht aus ca. 1.000 Befragten. Zudem wurden zu vielen Landtagswahlen Erhebungen mit ca. 500 Befragten durchgeführt. Sie fanden zeitglich zu dem regulären Online-Tracking, möglichst vor der jeweiligen Landtagswahl, statt.

Was kann analysiert werden? Das Online-Tracking zielt darauf ab, kurzfristige Veränderungen im Aggregat zwischen den Wahlen zu messen, indem in regelmäßigen Abständen Umfragen mit einem konstanten Kernfrageprogramm durchgeführt werden. Zudem enthält das Online-Tracking Fragenmodule mit Themenschwerpunkten.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Das Online-Tracking lässt sich mit der parallel erhobenen Langfrist-Medieninhaltsanalyse 2009-2017 verknüpfen.

Für welchen Zeitraum ist diese Studie verfügbar? Zwischen 2009 und 2017 wurden in der Regel vier und seit 2018 drei Erhebungen jährlich durchgeführt.

Sind weitere Erhebungen geplant? Für das Jahr 2020 sind drei Erhebungen geplant.

Zu den Daten

Umfragen unter Kandidatinnen und Kandidaten

Im Rahmen der GLES werden die Kandidatinnen und Kandidaten zum Deutschen Bundestag befragt. Im Zusammenspiel mit den Wählerbefragungen erlaubt dies einen Vergleich der politischen Einstellungen und Verhaltensweisen zwischen den Wahlberechtigten und den zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Analyse von Kampagnenstrategien und ihrer Wirkung auf die Wählerinnen und Wähler.

Was wird erhoben? Zu jeder Bundestagswahl werden die Direkt- und Listenkandidatinnen und -kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien sowie der Parteien mit einer höheren Einzugswahrscheinlichkeit in das Parlament zu einer Umfrage eingeladen. Die Befragung nutzt ein Mixed-Mode-Design mit schriftlich (PAPI) und online (CAWI) durchgeführten Interviews. Die Gesamtzahl der für diese Parteien antretenden Kandidatinnen und -kandidaten liegt bei etwa 2.500 Personen.

Was kann analysiert werden? Der Kern der Studie besteht aus Fragen zum Hintergrund der Befragten, ihrer Rekrutierung und Selektion, ihres Kampagnenverhaltens, ihrer Einstellungen sowie ihrer Policy-Positionen. Die den Daten hinzugespielte Aggregat-Charakteristika der Wahlkreise aus der amtlichen Statistik erlauben zudem, den soziodemographischen Kontext in Analysen mit einzubeziehen.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Auf Grund der internationalen Kooperation mit dem Comparative Candidates Survey (CCS) enthält das Befragungsinstrument der Kandidatenstudie den CCS-Kernfragebogen und ermöglicht somit international vergleichende Analysen der Einstellungen und des Verhaltens von Kandidatinnen und Kandidaten. Einige Fragen werden sowohl in der GLES-Kandidatenstudie als auch im GLES-Querschnitt gestellt. Dies ermöglicht den Vergleich der Einstellungen und Verhaltensweisen von Wahlberechtigten und Kandidatinnen und Kandidaten sowie eine Untersuchung der Bedeutung lokaler Kampagnen für das Wahlverhalten.

Für welche Bundestagswahlen ist diese Studie verfügbar? Die Kandidatenstudie der GLES liegt für die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 vor. Über den Datenbestandskatalog von GESIS sind auch die Vorgängerstudien aus den Jahren 2002 (ZA4225) und 2005 (ZA4923) zugänglich.

Sind weitere Erhebungen geplant? Die Kandidatenstudie wird sowohl im Falle von vorgezogenen Wahlen (vor 2021) als auch im Falle einer regulären Wahl 2021 durchgeführt.

GLES-Kandidatenbroschüre_2009
GLES-Kandidatenbroschüre_2013
GLES-Kandidatenbroschüre_2017

Zu den Daten

Analyse des Mediensystems

Die GLES führte zu den Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 quantitative Medieninhaltsanalysen der wichtigsten deutschen Massenmedien durch. Dabei wurden sowohl die Fernsehberichterstattung als auch Printmedien berücksichtigt. Wie auch für die Wählerumfragen liegen die Daten zum Mediensystem in einer kurzfristigen wahlkampfzentrierten und einer langfristigen Dimension vor. Zusätzlich wurden im Rahmen von Experimenten Daten zu den TV-Duellen zwischen den Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten der CDU/CSU und der SPD sowie den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten weiterer Parteien erhoben.

Was wird erhoben? Die Studie ist eine quantitative Medieninhaltsanalyse der politischen Berichterstattung in den Fernsehnachrichten und Printmedien während des Wahlkampfs. Es wurden fünf Fernsehnachrichtensendungen sowie die Berichterstattung sechs deutscher Tageszeitungen erhoben. Die Themenkodierung erfolgte anhand des GLES-Kodierschemas, das auch zur Kodierung der offenen Fragen nach den wichtigsten Problemen in Deutschland in den Wählerumfragen verwendet wird.

Was kann analysiert werden? Die Medieninhaltsanalyse erlaubt eine Analyse des Zusammenspiels von Medienberichterstattung und Wahrnehmungen von Wählern im Wahlkampf.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Die Medieninhaltsanalyse lässt sich tageweise mit der Rolling-Cross-Section-Studie und dem Wahlkampf-Panel verknüpfen.

Für welche Bundestagswahlen ist diese Studie verfügbar? Die Wahlkampf-Medieninhaltsanalyse liegt für die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 vor.

Sind weitere Erhebungen geplant? Es sind vorerst keine weiteren Wahlkampf-Medieninhaltsanalysen geplant.

Zu den Daten
Was wird erhoben? Die Langfrist-Medienagenda-Analyse ist eine quantitative Medieninhaltsanalyse der wichtigsten wöchentlich erscheinenden Politmagazine sowie überregionalen und regionalen Tageszeitungen. Die Themenkodierung erfolgte anhand des GLES-Kodierschemas, das auch zur Kodierung der offenen Fragen nach den wichtigsten Problemen in Deutschland in den Wählerumfragen verwendet wird.

Was kann analysiert werden? Die langfristige Aufzeichnung der zentralen Themenkonjunkturen in Deutschland kann in Kombination mit den Daten des Langfrist-Online-Trackings genutzt werden, um den Einfluss relevanter Ereignisse auf die politischen Einstellungsmuster und das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger zu untersuchen.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Die Langfrist-Medienagenda-Analyse kann mit den Langfrist-Online-Trackings verknüpft werden.

Für welchen Zeitraum ist diese Studie verfügbar? Die Langfrist-Medienagenda-Analyse liegt für den Zeitraum 2009 bis 2013 vor.

Sind weitere Erhebungen geplant? Es ist vorerst keine weitere Langfrist-Medienagenda-Analyse geplant.

Zu den Daten
Was wird erhoben? TV-Duelle zwischen den Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten der CDU/CSU und der SPD haben sich bei den Bundestagswahlen als Hauptereignisse der Wahlkämpfe etabliert. Im Rahmen der GLES wurden Experimente zur Analyse dieser Debatten realisiert. Die Probanden wurden vor und nach dem TV-Duell sowie wenige Tage nach der Debatte und unmittelbar nach der Bundestagswahl befragt. Über ein Abstimmungsgerät konnten die Experimentalgruppen ihre Einschätzungen direkt während der Debatte ausdrücken. Ergänzt wurde dieses experimentelle Design durch eine Inhaltsanalyse des TV-Duells. 2009 wurde zudem noch eine Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung über die Debatte bereitgestellt.

Zur Bundestagswahl 2017 wurde auch ein Experiment zur Fernsehdebatte zwischen den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der CSU, der FDP, der Grünen, der Linken und der AfD durchgeführt ("TV-Fünfkampf").

Was kann analysiert werden? Ziel der Studie ist die Untersuchung der Existenz und Dauerhaftigkeit von Debatteneffekten auf politische Einstellungen und das Wahlverhalten.

Ist eine Verknüpfung mit anderen (GLES-)Studien möglich? Die Befragung, die Real-Time-Response-Daten sowie die Medieninhaltsanalysen lassen sich gemeinsam auswerten.

Für welche Bundestagswahlen ist diese Studie verfügbar? Die TV-Duell-Analyse liegt für Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 vor.

Sind weitere Erhebungen geplant? Es ist vorerst keine weitere TV-Duell-Analyse geplant.

Zu den Daten